Vom Wunderkind zum Sorgenkind: Private Credit, (k)ein systemisches Risiko?

Der globale Private-Credit-Markt ist seit der Finanzkrise von knapp über 150 Milliarden auf knapp zwei Billionen US-Dollar gewachsen. Mit der Zinswende 2022 traten erste Risse im Fundament der Anlageklasse zutage. Eine Analyse von Capital Architecture im Gespräch mit Jan Pieter Krahnen.

Der globale Private-Credit-Markt ist seit der Finanzkrise von knapp über 150 Milliarden auf knapp zwei Billionen US-Dollar gewachsen. Mit der Zinswende 2022 traten erste Risse im Fundament der Anlageklasse zutage. Eine Analyse von Capital Architecture im Gespräch mit Jan Pieter Krahnen.

Ob aus den ersten Rissen ein systemisches Risiko für das Finanzsystem wird, hängt daran, ob regulierte Banken die Fonds des Private-Credit-Marktes refinanzieren, mit Liquidität stützen oder über Eigenkapital halten. Jan Pieter Krahnen, Senior Fellow am Leibniz-Institut SAFE in Frankfurt und einer der Architekten der europäischen Bankenreform nach 2008, beschreibt im Gespräch mit Capital Architecture ein nach den Reformen widerstandsfähigeres Bankensystem, das jedoch nicht zwangsläufig jedem größeren Sturm standhalten würde. Um die Tragweite dieser Variable zu verstehen, lohnt zunächst der Blick auf die Genese der Anlageklasse selbst.

Private Credit: Wachstum jenseits der Aufsicht

Nach den Reformen der Finanzkrise und den erhöhten Eigenkapitalanforderungen aus Basel III wurde die Bilanzhaltung von Unternehmenskrediten für Banken zunehmend unattraktiv. In die so entstandene Lücke traten spezialisierte Fonds, getragen von Versicherern, Pensionskassen und Family Offices als Kapitalgebern. Apollo, Ares, Blackstone und KKR bauten die ersten dedizierten Plattformen, BlackRock, Allianz Global Investors und JPMorgan Asset Management zogen nach. Wer die abgewanderten Forderungen übernahm, kassierte Aufschläge von zwei bis vier Prozentpunkten gegenüber liquiden Anleihen, bei Ausfallquoten, die bis 2023 historisch niedrig blieben. Hinzu kam ein bilanzieller Vorteil, der die institutionelle Adoption beschleunigte. Private-Credit-Forderungen werden quartalsweise und auf Basis interner Modelle bewertet, was den ausgewiesenen Wertverlauf glättet und laufende Schwankungen aus den Bilanzen heraushält. Für Versicherer unter Solvency II senkt eine niedrige ausgewiesene Volatilität die Eigenmittelanforderung für das Marktrisiko, für Pensionskassen mit Funding-Ratio-Zielen entlastet sie das Reporting gegenüber Aufsicht und Trägerunternehmen. Die Kombination aus Renditeaufschlag, niedrigen Ausfällen und bilanzieller Stabilität ließ den Private-Credit-Markt von 158 Milliarden Dollar im Jahr 2010 auf 1,8 Billionen US-Dollar anwachsen. Eine Verelffachung in vierzehn Jahren, durchschnittlich neunzehn Prozent jährliches Wachstum, und damit Kapitalzuflüsse, die keine vergleichbare Asset-Klasse in der Post-Finanzkrisen-Ära verzeichnet hat.

Liniendiagramm des globalen Private-Credit-Marktvolumens von 158 Milliarden US-Dollar (2010) auf rund 2.100 Milliarden (IMF, breite Definition, 2023) beziehungsweise 2.000 Milliarden (Fed-Messung, 2024). Markiert ist die Zinswende 2022. Private Credit, globales Marktvolumen 2010 bis 2024 Verwaltete Vermögen, in Mrd. US-Dollar 2.000 1.500 1.000 500 0 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 Zinswende 158 Mrd. ~2.100 Mrd. (IMF, breite Def.) ~2.000 Mrd. (Fed-Messung)
Eine Verelffachung in vierzehn Jahren: Der Private-Credit-Markt wuchs von 158 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf knapp zwei Billionen, ein Tempo, das keine vergleichbare Anlageklasse der Post-Finanzkrisen-Ära erreicht hat. Mit der Zinswende ab 2022 traten die ersten strukturellen Defizite zutage. Quelle: IMF Global Financial Stability Report, April 2024 (breite Definition, inkl. undeployed capital); Federal Reserve, Berrospide et al. 2025. Werte gerundet.

Mit der Zinswende ab 2022 materialisierten sich jedoch die ersten strukturellen Defizite, als Schuldner, die ihre Bilanzen auf das Niedrigzinsumfeld kalibriert hatten, ihre Zinslasten neu bepreist sahen. Nach Daten des IWF weisen 2024 über ein Drittel der Schuldner Zinslasten oberhalb ihrer Gewinne aus. Ausfälle in syndizierten Loans und im Direct Lending stiegen seit 2024, und im Herbst 2025 griff der Stress auf die Halteseite über, als einzelne Positionen, etwa im Umfeld von First Brands, ohne Vorwarnung auf null abgeschrieben wurden. Zur Jahreswende 2025/2026 verschärfte sich die Lage an der Rücknahmeseite. Blue Owl ersetzte im Februar 2026 bei seinem Retail-BDC Blue Owl Capital Corporation II die quartalsweisen Tender Offers durch reine Kapitalrückführungen, Anleger können dort keine Rücknahmen mehr beantragen. Apollos Debt Solutions bediente im ersten Quartal 2026 Rückgabewünsche über elf Prozent der Anteile nur anteilig am Fünf-Prozent-Cap, und auch HPS und Morgan Stanley begrenzten die Auszahlungen.

Marktrisiko: Vom Kreditrisiko zur Liquiditätsfalle

Die Schuldnerbasis von Private Credit bildet einen Querschnitt kapitalintensiver Geschäftsmodelle: gehebelte Mittelständler, Portfoliounternehmen aus Private-Equity-Hand, technologie-zentrische Schuldner aus Datenzentren, KI-Infrastruktur und SaaS-Wachstumsfinanzierung. Was sie verbindet, ist eine Zinsdeckung unter Druck. Bei den gehebelten Unternehmen wandert ein wachsender Anteil des freien Cashflows in den Schuldendienst statt in Investitionen. Bei Datenzentrum- und KI-Infrastruktur-Schuldnern ruht die Bedienung auf einer Investitionsthese, deren operativer Nachweis noch aussteht. SaaS-Modelle geraten durch generative Substitution unter Margendruck.

Dieses Kreditrisiko verteilt sich nicht gleichmässig über den Markt. Ein wesentlicher Teil der jüngsten Volumen floss in technologie-nahe Sektoren, exemplifiziert durch die 30-Milliarden-Dollar-Finanzierung zwischen Meta und Blue Owl Capital für das Hyperion-Datenzentrum in Louisiana im Oktober 2025. Das Exposure zu Hyperscalern, Cloud-Anbietern und Chip-Lieferanten auf der einen, SaaS-Unternehmen auf der anderen Seite, kumuliert in einzelnen Fonds zu sektoralen Klumpen.

Anders als am Hochzins-Anleihenmarkt wird dieses Risiko nicht laufend bepreist. Private-Credit-Forderungen werden quartalsweise und auf Basis interner Modelle bewertet. Der ausgewiesene Net Asset Value (NAV) glättet, was im Schuldnergeschäft passiert. Verschlechtert sich die fundamentale Substanz, reflektiert der NAV das erst mit Verzögerung. Für den Investor entsteht eine Informationsasymmetrie, in der die Bilanzangaben des Fonds das tatsächliche Risikoprofil unterzeichnen.

Hinzu kommt die strukturelle Illiquidität der Anlageklasse. Die Fonds sind teilweise geschlossen, teilweise als semi-liquide Vehikel mit eingebauten Rücknahme-Begrenzungen strukturiert. Versuchen Investoren in einer Stressphase Kapital abzuziehen, greifen diese Begrenzungen.

Bankenreform: Puffer gegen die Krise

Grund zur Panik liefert das noch nicht. Marktstress ist nicht Systemstress, und drei strukturelle Veränderungen haben das Bankensystem nach 2008 deutlich belastbarer gemacht. Die Kernkapitalquoten der großen europäischen Häuser liegen mehrheitlich oberhalb von vierzehn Prozent, gegenüber Werten um sechs bis acht Prozent vor der Krise, womit Verluste in einer Tiefe von Aktionären absorbiert werden, die vor der Reform nicht vorgesehen war. Mit der Einführung von Bail-In-Debt entstand parallel eine Klasse von Fremdkapital, die im Schadensfall ausfallen kann, ohne andere Banken mitzureissen, und die regulatorische Verlustkaskade aus Aktionären, Nachranganleihen und Senior-Bail-In-Tranchen wurde dadurch zur ersten Verteidigungslinie gegen Steuerzahler-Rettungen. Aufsicht und Abwicklung sind in der Eurozone zentralisiert, wobei die Europäische Zentralbank die rund 110 größten Häuser direkt überwacht und der Single Resolution Board mit der gesetzlichen Vollmacht ausgestattet ist, in Schieflage geratene Institute abzuwickeln, ohne nationale Staatsmittel zu binden.

Wir haben tatsächlich die Banken sehr viel fester gemacht. Sie haben mehr Eigenkapital. Sie haben diese neue Klasse von Bail-In-Debt. Insgesamt sind die Banken, denke ich, als einzelne und als System wesentlich widerstandsfähiger gemacht worden. Jan Pieter Krahnen, im Gespräch mit Capital Architecture, 6. Mai 2026

Krahnen verweist zugleich auf die Lücke zwischen Regelwerk und Praxis. Der Single Resolution Board hat zwar abgewickelt, etwa Banco Popular 2017 und die Sberbank-Töchter in Kroatien und Slowenien 2022, doch der gemeinsame Single Resolution Fund wurde dabei nie angezapft, und prominente Schieflagen liefen an der europäischen Abwicklung vorbei in nationale Lösungen, von den Veneto-Banken über Monte dei Paschi bis zur NordLB. Im Streit um die Übernahmebestrebungen von UniCredit gegenüber der Commerzbank zeigte sich zuletzt erneut das politische Bestreben nach nationalen Champions, das die einheitliche europäische Abwicklung in der Praxis unterläuft.

Verlagerung: Der Preis der Stabilität

Die Stabilität des Bankensektors wurde mit einer Verschiebung des Kreditangebots erkauft, die Krahnen im Gespräch mit Capital Architecture in den Mittelpunkt rückt.

Der Preis der erhöhten Stabilität ist die Abwanderung von Neugeschäft zu sogenannten Nonbank Financial Institutions. Das sind zwar keine Banken, aber von der Funktionalität her machen sie die gleichen Dinge, sind aber nicht unter der strengen Aufsicht wie die Banken selbst. Diese Strukturen sind heftig gewachsen. Private Credit ist so ein ganz wichtiges Beispiel dabei. Jan Pieter Krahnen, im Gespräch mit Capital Architecture, 6. Mai 2026

Was aus der regulierten Bankbilanz wegreguliert wurde, ist nicht verschwunden, sondern in eine andere Bilanz gewandert. Versicherer halten Private-Credit-Forderungen über interne Mandate und externe Fonds, Pensionskassen tun dasselbe, Family Offices und vermögende Privathaushalte kommen über semi-liquide Strukturen und ELTIF-Vehikel hinzu. Nach Federal-Reserve-Daten auf Form-PF-Basis hielten US-Pensionskassen Ende 2021 rund 31 Prozent der Private-Credit-Fondsvermögen, und auch in europäischen Versicherungsbilanzen finden sich die Forderungen mittlerweile in zweistelligen Allokations-Quoten der alternativen Anlagen wieder.

Balkendiagramm der Private-Credit-Allokation nach Investor-Typ. Pensionskassen 31 Prozent, Versicherungen 25 bis 30 Prozent, Family Offices und HNWI 10 bis 15 Prozent, Sovereign Wealth Funds 5 bis 10 Prozent, Stiftungen und Endowments 5 bis 10 Prozent, Banken direkt 3 bis 7 Prozent, Sonstige 2 bis 4 Prozent. Wer hält die zwei Billionen Dollar Private Credit? Allokation nach Investor-Typ, Anteile in Prozent. Für US-Pensionskassen verifiziert, übrige Werte geschätzt. Pensionskassen 31 % Versicherungen 25–30 % Family Offices / HNWI 10–15 % Sovereign Wealth Funds 5–10 % Stiftungen / Endowments 5–10 % Banken (direkt) 3–7 % Sonstige 2–4 % 0 % 10 % 20 % 30 % untere Schätzung obere Schätzung direktes Bank-Engagement
Das Risiko wandert in andere Bilanzen: Was aus der regulierten Bankbilanz wegreguliert wurde, halten heute vor allem Pensionskassen und Versicherer, zunehmend auch Family Offices und Privathaushalte. Das direkte Bank-Engagement bleibt klein, ist aber die entscheidende Größe für die Systemfrage. Die 31-Prozent-Ankerzahl der Pensionskassen bezieht sich auf US-Private-Credit-Fondsvermögen (rund 307 Milliarden Dollar, Form PF, Q4 2021); die übrigen Anteile sind global geschätzt. Quelle: Federal Reserve Financial Stability Report 2023 (Form-PF Q4 2021); IMF Global Financial Stability Report April 2024. Eigene Darstellung.

Wo aus Marktstress Systemstress werden kann

Die strukturelle Trennlinie zwischen Markt- und Systemrisiko verläuft entlang einer spezifischen Bilanzposition: der Refinanzierung der Private-Credit-Fonds durch regulierte Banken.

Wenn die Banken nicht die Refinanzierer solcher Transaktionen sind, dann sind die Risiken zwar immer noch nicht rausgelagert, aber sie werden nicht unbedingt systemisch und sind deshalb gelassener. Solange die Banken nicht die Refinanzierer sind. Und ob sie das sind, müsste die Aufsicht im Griff und im Blick haben. Jan Pieter Krahnen, im Gespräch mit Capital Architecture, 6. Mai 2026

Die Trennung dieser beiden Bilanzwelten ist die entscheidende strukturelle Voraussetzung dafür, dass Marktstress im Private-Credit-Sektor in den Fonds und ihren Investoren bleibt, statt in das regulierte Bankensystem überzugreifen. Solange Banken Private-Credit-Vehikel nicht über Liquiditätszusagen, Kreditlinien oder Eigenkapital-Engagements stützen, bleiben Verluste auf der Halteseite konzentriert, wo sie von langfristig orientierten Investoren mit hoher Risikotragfähigkeit absorbiert werden können. Die Logik der Reform nach 2008 zielte genau auf diese Trennung: Risiko, das nicht in den Bankbilanzen liegt, kann auch keine Bankenkrise auslösen.

Empirisch lässt sich diese Trennung allerdings nur für die USA überprüfen. Eine Studie von Berrospide und Kollegen von der Federal Reserve weist die zugesagten Kreditlinien der größten US-Banken an Private-Credit-Vehikel für 2024 mit rund 95 Milliarden Dollar aus, von denen 56 Milliarden gezogen sind, bei einem Anstieg von 145 Prozent gegenüber 2019. Eine Note der Federal Reserve Bank of Boston von Levin und Malfroy-Camine vom Februar 2025 quantifiziert den Effekt aus einer anderen Richtung: Auf Fonds für Private Equity und Private Credit zusammen entfielen 2023 rund vierzehn Prozent der gesamten Kreditzusagen großer US-Banken an Nichtbank-Finanzinstitutionen, etwa 300 Milliarden Dollar, gegenüber rund einem Prozent oder zehn Milliarden im Jahr 2013. Im Verhältnis zum Gesamtvolumen des Marktes bleibt das direkte Bank-Engagement klein, doch die jährliche Wachstumsrate von knapp zwanzig Prozent zeigt die Geschwindigkeit, mit der sich die Verbindung verdichtet.

Eine ähnlich granulare Aufstellung wie für die USA fehlt bislang. Zwar beobachten die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank und der Internationale Währungsfonds die Querverbindungen jeweils in ihren Stabilitätsberichten, doch keine der drei Institutionen publiziert die aufsichtsspezifischen Bilanzlinien zu einzelnen Private-Credit-Fonds, die für eine analoge Berechnung erforderlich wären. Damit bleibt die zentrale Frage offen: Hält die Trennung zwischen reguliertem Bankensektor und Private-Credit-Markt in Europa, oder verdichtet sich die Refinanzierungs-Verbindung hier in gleichem Tempo wie in den USA, ohne dass es öffentlich sichtbar wird?

Wie Private Credit den Privatanleger erreicht

Über seine Lebensversicherung, seinen Pensionsanspruch, seinen Multi-Asset-Fonds und zunehmend über ELTIF-Strukturen ist der deutsche Privatanleger an einem Markt beteiligt, dessen institutionelle Position sich seit fünfzehn Jahren stetig verfestigt. Die für ihn relevante Frage ist damit nicht mehr, ob er Private Credit hält, sondern ob sein Versicherer, seine Pensionskasse und seine Hausbank wissen, in welcher Tiefe sie über dieses Instrument miteinander verkoppelt sind. Wie die Anlageklasse aus Sicht des Anlegers funktioniert, welche Rendite sie trägt und wo ihre Risiken liegen, hat Capital Architecture im August 2026 mit Dr. Markus Geiger von ODDO BHF besprochen.

Private Credit wird in dem Moment systemisch, in dem diese Verkoppelung mit dem regulierten Bankensektor real wird, in den Refinanzierungs-Linien zwischen Hausbank und Privatfonds, in der Allokation des Lebensversicherers an einen Datenzentrum-Bond, in der Halterstruktur eines Pensionsfonds, der über sein ELTIF-Mandat an einem Halbleiter-Cluster hängt. Diese Verbindungen existieren bereits, ihre Vermessung ist in den Aufsichtsbüros abgeschlossen, ihre Veröffentlichung steht aus. Damit ist nicht das Volumen des Marktes die eigentliche strukturelle Schwachstelle, sondern die Asymmetrie zwischen einer Aufsicht, die ihre Daten kennt, und einem Markt, der seine eigene Verkoppelung nicht sehen kann. Eine Krise aus diesem Sektor wird sich nicht in den Fonds-Reports ankündigen, sondern in der Differenz zwischen dem, was die Aufsicht weiß, und dem Moment, in dem sie es ausspricht.

Quellen
Primäre Einschätzungen

Jan Pieter Krahnen, Leibniz-Institut SAFE, Goethe-Universität Frankfurt

Senior Fellow am Leibniz-Institut SAFE und ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Corporate Finance an der Goethe-Universität Frankfurt. Ehemals einziges deutsches Mitglied der Liikanen High-Level Expert Group on EU Banking Reform (2012), Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium. Gespräch mit Capital Architecture vom 6. Mai 2026; verwendete Zitate vor Veröffentlichung autorisiert.

Studien und Berichte

Bank for International Settlements. (2024–2025). Private credit und NBFI-Querverbindungen

Box-Beiträge im BIS Quarterly Review. BIS, Basel.

Beck, T., Krahnen, J. P., Martin, P., Mayer, F., Pisani-Ferry, J., Tröger, T., Weder di Mauro, B., Véron, N., & Zettelmeyer, J. (2022). Completing Europe's banking union: Economic requirements and legal conditions

Policy Contribution No. 20/2022. Bruegel, Brüssel.

Berrospide, J. M., Cai, F., Lewis-Hayre, S., & Zikes, F. (2025). Bank lending to private credit: Size, characteristics, and financial stability implications

FEDS Notes, 23. Mai 2025. Board of Governors of the Federal Reserve System, Washington, D.C.

Board of Governors of the Federal Reserve System. (2023). Financial Stability Report, May 2023

Form-PF-Daten (Q4 2021) zur Investor-Struktur in Private Credit. Federal Reserve, Washington, D.C.

Chambers and Partners. (2026). Private Credit 2026: Global Practice Guide

Chambers and Partners, März 2026.

Cœuré, B., Huizinga, H., König, E., Krahnen, J. P., & Schlegel, J. (2024). Winners and losers in bank resolution: Recent examples and a modest reform proposal

SAFE White Paper No. 106. Leibniz Institute for Financial Research SAFE, Frankfurt am Main.

Deutsche Bundesbank. (2024). Finanzstabilitätsbericht 2024

Kapitel zu Schattenbanken und Versicherer-Allokationen. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main, November 2024.

European Central Bank. (2025). Financial Stability Review, May 2025

Sonderkapitel zu Non-Bank Financial Intermediation. EZB, Frankfurt am Main.

Financial Stability Board. (2024). Global monitoring report on non-bank financial intermediation 2024

FSB, Basel, Dezember 2024.

International Monetary Fund. (2024). The rise and risks of private credit markets

In Global Financial Stability Report: The Last Mile (Kapitel 2). IMF, Washington, D.C., April 2024.

Levin, J., & Malfroy-Camine, A. (2025). Bank lending to private equity and private credit funds: Insights from regulatory data

Supervisory Research and Analysis Note No. 25-02, Februar 2025. Federal Reserve Bank of Boston.

Verwandte Analysen

Capital Architecture

Private Credit: Sorgenkind oder Portfolio-Baustein?; Die teure Tugend; Die Teilnahmehürde.

Korrekturhinweis

Aktualisiert am 12. Juni 2026. Nach einem Faktencheck wurden drei Stellen berichtigt: die Darstellung zum Single Resolution Board (Banco Popular 2017 und die Sberbank-Töchter 2022 wurden abgewickelt; nicht angezapft wurde der Single Resolution Fund), die Datierung der Ereignisse an der Rücknahmeseite (Herbst 2025 bis Q1 2026, nach Anbietern differenziert) sowie die Kennzahl zur Bank-NBFI-Verflechtung, die nun der Boston-Fed-Note von Levin und Malfroy-Camine folgt (vierzehn Prozent, Private Equity und Private Credit zusammen, Stand 2023). Zudem wurde klargestellt, dass sich die 31-Prozent-Quote der Pensionskassen auf US-Fondsvermögen bezieht.